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Weltsichten von Arbeitslosen

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Das Projekt

Im Projekt untersuchen wir religiöse und nicht-religiöse Weltsichten von Personen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft sichern können und von Unterstützungsleistungen abhängig sind. Dabei wird eine international vergleichende Perspektive angelegt. Die Personengruppe, die für uns von Interesse ist, verfügt über geringe materielle Ressourcen und eingeschränkte Partizipations- und Gestaltungsmöglichkeiten. Sie ist von sozialer Exklusion sowie Stigmatisierung bedroht und in besonderem Maße mit Erfahrungen von Unsicherheit konfrontiert. Zugleich ist sie auf gesellschaftliche Solidarität angewiesen. Ausgangspunkt für diesen Zuschnitt ist die Überlegung, dass in traditionalen Gesellschaften die Fürsorge für diese „Armen“ in der Verantwortung religiöser Einrichtungen lag. Mit zunehmender Modernisierung und gesellschaftlicher Differenzierung übernahm diese Funktion jedoch der Wohlfahrtsstaat. Dabei bildeten sich jeweils spezifische, national unterschiedliche Formen heraus. Eine wichtige Rolle bei dieser Diversifikation spielte die konfessionelle Tradition des jeweiligen Landes sowie die in ihr entwickelte Soziallehre.

Blog

Follow Up II: Dublin (Juli 2017)

Wir waren fleißig in diesem Sommer! Das ist auch der Grund, warum hier länger nichts Neues erschienen ist. Neben [...]

Follow Up I: Feldaufenthalt in C-Town (April 2017)

Wir waren fleißig in diesem Sommer! Das ist auch der Grund, warum hier länger nichts Neues erschienen ist. Neben einigen [...]

Forschungswerkstatt 31.7.-2.8.2017

Im Rahmen unseres Projektes konnten wir Ass.-Prof. Dr. Claudia Globisch (Insbruck) für eine gemeinsame Forschungswerkstatt gewinnen. Sie habilitiert zum Thema "Zwischen [...]

Team

Dr. Kornelia Sammet
Dr. Kornelia SammetProjektleiterin
Dr. Kornelia Sammet ist die Projektleiterin. Sie ist Soziologin und forscht bereits länger im Bereich Armut und Arbeitslosigkeit. In ihrer Arbeit konzentriert sie sich vor allem darauf, wie Menschen Arbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung erfahren und welche Ressourcen sie haben, damit umzugehen. Sie hatte die Idee für das Projekt und wird die Untersuchungen in Irland und anderen europäischen Orten anleiten.
Franz Erhard
Franz ErhardWissenschaftlicher Mitarbeiter
Franz Erhard ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt und promoviert an der Universität Leipzig. Er ist Kultursoziologe und interessiert sich dafür, wie Arbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung generell das Verhältnis von Menschen zu ihrer Umwelt beeinflusst. Zusammen mit Johanna führt er einen Großteil der Interviews in England.
Dr.Giselle Vincett
Dr.Giselle Vincett Mercator Fellow
Dr. Giselle Vincett ist unser Mercator Fellow im Projekt. Sie lebt in England und unterstützt das Projekt mit wichtigem Wissen über das britische Sozialsystem. Außerdem ist sie Kontaktperson für einige der Orte, die wir für Interviews aufgesucht haben und aufsuchen werden. In ihrer Arbeit hat sie sich auf junge Menschen in England und Schottland konzentriert und wie diese mit Herausforderungen in ihrem Alltag umgehen.
Johanna Häring
Johanna HäringWissenschaftliche Hilfskraft
Johanna Häring ist studentische Hilfskraft im Projekt und arbeitet zurzeit an ihrer Masterarbeit. Sie studiert Kulturwissenschaften in Leipzig. Das Projekt erlaubt ihr wertvolle Einblicke in die sozialwissenschaftliche Arbeit und wird ihr helfen, ihre Masterarbeit zu entwickeln und zu verfassen.

Forschungsansatz

Ausgangspunkt bei der Konstruktion unseres vergleichenden Forschungsdesigns ist die Überlegung, dass Weltsichten durch die jeweilige soziale Lage bestimmt sind, in der sich die Person befindet. Die anvisierte Zielgruppe von Arbeitslosen und Unterstützungsempfänger_innen erscheint uns besonders interessant, da ihre Lebensbedingungen durch vergleichsweise geringe materielle und symbolische Ressourcen, durch ein hohes Risiko, Exklusion, soziale Isolation und Stigmatisierung zu erfahren, sowie durch geringere Chancen auf Partizipation und auf Durchsetzung der eigenen Interessen bestimmt sind. Daher sind sie den Kontingenzen des Lebens stärker ausgeliefert. Wir gehen davon aus, dass Welt- und Lebensdeutungen die soziale Lage und mit ihr verbundene Erfahrungen reflektieren und verarbeiten. Ein Ländervergleich erscheint uns sinnvoll, da in unterschiedlichen Kontexten Armut unterschiedliche Bedeutung gewinnt. Das heißt, arm zu sein, hat je nach kulturellem und gesellschaftlichen Kontext unterschiedliche Implikationen und Folgen für die davon Betroffenen.

Das qualitative Paradigma prägt das Forschungsdesign

Um dem nachzugehen, verfolgen wir im Projekt ein im qualitativen Paradigma begründetes Forschungsdesign. Das bedeutet: Es wird nicht deskriptiv oder hypothesenüberprüfend vorgegangen, sondern interpretativ und rekonstruktiv. In diesem Sinne werden Theorien und Typologien aus dem Datenmaterial entwickelt. Bei der Entwicklung des vergleichenden Designs und der Zusammenstellung des Samples greifen wir auf die Strategie des Theoretical Sampling, wie es in der Grounded-Theory-Methodologie begründet wurde, zurück. Die Zusammensetzung des Samples zielt dementsprechend nicht auf statistische, sondern auf theoretische Repräsentativität. Das heißt, die von uns behandelten Fälle werden nicht auf bestimmte Faktoren zugerechnet (z.B. Stadt-Land, konfessionelle Zusammensetzung, Regionen mit unterschiedlicher Arbeitslosenquote), vielmehr sollen variierende Kontextbedingungen bei der Auswahl der Fälle sicherstellen, dass vielfältige Lebensbedingungen erfasst werden und dadurch das zu konstruierende Typenfeld theoretisch gesättigt. Der Vergleichshorizont bestimmt sich folglich im angelegten Ländervergleich, aber auch innerhalb der Länder.

Zentral verankert: der Vergleich

Zur Sättigung und Kontrastierung, werden wir mehrere Feldaufenthalte in unseren Zielländern durchführen. So soll mithilfe des Vergleichs ein möglichst vielfältiges Spektrum von Armutslagen zur Analyse der Weltsichten und Bewältigungsstrategien in das Sample aufgenommen werden. Gleichzeitig geht es nicht darum, die Fälle anhand vorher bestimmter Variablen zu testen und so klare Kausalabhängigkeiten zu konstruieren. Vielmehr dient uns der Vergleich dazu, uns vor allem theoretisch inspirieren und „überraschen“ zu lassen. Er stellt ein heuristisches Mittel dar, mithilfe dessen neue theoretische Erkenntnisse ermöglicht werden sollen. Vermutungen über soziale Zusammenhänge können in diesem Sinne auch erst auf Basis der Dateninterpretation formuliert werden.

Standort

Institut für Kulturwissenschaften

Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Homepage des Instituts

Unser Institut