Nach einer intensiven Schreibphase im Frühjahr 2018 begann die Tagungssaison für uns im April. Wir nutzten die Gelegenheiten und fuhren zu zwei internationalen Tagungen, auf den wir unsere aktuellen Arbeiten präsentierten – u.a. unser aktuelles Paper zu den verschiedenen Aneigungsweisen wohlfahrtsstaatlicher Prinzipien in Foodbanks in Südwales und Irland.

Zunächst besuchten wir die BSA Annual Conference in Newcastle, UK (10.–12.4.2018), wo wir Teil eines von Annette Schnabel eingereichten Panals zu “Religious Institutions of Solidarity. Social Care between Communities and the Welfare State” waren. Dort sprachen wir über “Foodbanks and Tafeln: Faith-based and secular institutions of food provision for people in need in Germany, the UK and the Republic of Ireland”. Gemeinsam mit Frau Schnabel und Heikki Ervasti, die beide ebenfalls einen Vortrag hielten, kamen wir mit den anwesenden Publikum in ein angeregtes Gespräch darüber, inwieweit die Foodbank-MitarbeiterInnen und Freiwilligen ihre Arbeit dazu nutzen, ihre Klienten (indirekt) zu missionieren. Des Weiteren nutzen wir die restliche Zeit auf der Tagung, um alte und neue KollegInnen zu treffen und uns bei den englischen Verlagen über mögliche Publikationen zu informieren.

    

Kurze Zeit danach brachen wir schon wieder auf. Diesmal ging nach Uppsala, SWE (24.–26.4.2018). Das dort angesiedelte, international renomierte “Religion and Society Research Centre” veranstaltete zum Abschluss der zehnjährigen Förderung die “Impact of Religion Conference”, zu der AkademierInnen aus der ganzen Welt und verschiedenen Provinienzen (neben Sozial- und ReligionswissenschaftlerInnen besonders JuristInnen) anreisten. Auch dort präsentierten wir unter dem Titel “Foodbanks: The Impact of Faith on Charity in the UK” Ergebnisse aus unseren kürzlichen Auswertungen. Auch hier trafen unsere Ideen und Systematisierungsvorschläge auf reges Interesse. Gleichwohl werden wir das Thema nun erst einmal ruhen lassen und uns anderen wichtigen Aspekten in unserem Material zuzuwenden.

     

Auf der Tagung trafen wir uns ebenfalls wieder mit Annette Schnabel, die mit ihren KollegInnen angereist war und mit der wir weitere Kooperationen vorbereitet haben: U.a. ein Workshop im Frühjahr 2019 im Spannungsfeld von Wohlfahrtsstaatlichkeit und Religion.

Aktuell befinden wir uns in Brighton, UK für weitere Erhebungen. Von dieser Forschungsreise werden wir in Kürze auch berichten!